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KI in der Kommunikation

KI-Prompts für PR: Die 20 wichtigsten ChatGPT-Befehle für Kommunikationsprofis

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KI-Prompts für PR: Die 20 wichtigsten ChatGPT-Befehle für Kommunikationsprofis

Die meisten PR-Leute verwenden ChatGPT wie einen besseren Google Übersetzer – und wundern sich dann über lahme Ergebnisse. Gestern noch habe ich einen Kollegen gesehen, der "Schreib mir mal eine Pressemitteilung" eingetippt und sich über das generische Geschwafel beschwert hat. KI kann Ihre PR-Arbeit revolutionieren, aber nur wenn Sie aufhören, mit ihr zu sprechen wie mit einem Praktikanten. Die richtigen Prompts sind der Unterschied zwischen PR-Gold und digitalem Müll.

Warum die meisten PR-Prompts versagen

Sie tippen "Schreibe eine Pressemitteilung" in ChatGPT und bekommen generisches Marketing-Geschwafel zurück. Das Problem: Die meisten KI-Prompts für PR sind so unpräzise wie ein Praktikant am ersten Tag. Dabei kann ChatGPT Ihre PR-Arbeit revolutionieren – wenn Sie die richtigen Befehle kennen.

Nach 15 Jahren in der Kommunikation und hunderten Tests mit KI-Tools zeige ich Ihnen die 20 wichtigsten Prompts, die tatsächlich funktionieren. Keine theoretischen Tipps, sondern erprobte Befehle aus der täglichen Praxis.

„Erfolgreiche KI-Prompts für PR brauchen vier Elemente: Rolle, Kontext, konkrete Aufgabe und klares Format – nur so entstehen verwertbare Ergebnisse statt Marketing-Geschwafel."

Die Anatomie eines erfolgreichen PR-Prompts

KI-Prompts für PR sind strukturierte Anweisungen für ChatGPT, die spezifische Kommunikationsaufgaben lösen. Unterscheiden sich von allgemeinen Marketing-Prompts durch journalistischen Fokus und strategische Zielsetzung. Für PR-Profis: Zeitersparnis bei gleichzeitig höherer Content-Qualität.

Ein guter KI-Prompt für PR besteht aus vier Elementen:

Schlechter Prompt: "Schreibe eine Pressemitteilung für unser neues Produkt."

Guter Prompt: "Du bist ein erfahrener PR-Berater für B2B-Technologie. Erstelle eine 300-Wort-Pressemitteilung für die Markteinführung unserer neuen CRM-Software, die sich an IT-Entscheider in mittelständischen Unternehmen richtet. Betone die 40% Zeitersparnis und die DSGVO-Konformität. Schreibstil: sachlich-informativ, keine Superlative."

„Die vier Elemente erfolgreicher PR-Prompts – Rolle, Kontext, Aufgabe und Format – verwandeln vage Anweisungen in präzise, verwertbare Kommunikationsinhalte."

Pressemitteilungen: Von generisch zu gezielt

Prompt 1: Die perfekte PM-Struktur

Prompt: "Du bist ein Senior PR-Manager. Erstelle eine Pressemitteilung nach dem inverted pyramid-Prinzip für [UNTERNEHMEN] zum Thema [ANLASS]. Zielgruppe: [SPEZIFISCHE ZIELGRUPPE]. Integriere diese Schlüsselbotschaften: [3 KERNAUSSAGEN]. Länge: 250-300 Wörter. Stil: journalistisch, faktenbasiert, ohne Übertreibungen."

Prompt 2: Der Newsroom-Test

Prompt: "Analysiere diese Pressemitteilung aus Sicht eines Wirtschaftsjournalisten: [ENTWURF EINFÜGEN]. Bewerte: Nachrichtenwert (1-10), Relevanz für die Zielgruppe, fehlende Informationen, überflüssige Inhalte. Erstelle eine überarbeitete Version, die in einem Newsroom bestehen würde."

Prompt 3: Branchenspezifische Anpassung

Prompt: "Erstelle drei Versionen derselben Pressemitteilung: Version 1 für Wirtschaftsmedien (Focus: Business Impact), Version 2 für Fachmedien (Focus: technische Details), Version 3 für Regionalmedien (Focus: lokale Relevanz). Grundlage: [ORIGINAL-PM]."

„Erfolgreiche Pressemitteilungen entstehen durch zielgruppenspezifische Anpassung und journalistische Bewertungskriterien – ein PM-Entwurf, drei medienspezifische Versionen."

Media Relations: Beziehungen digital aufbauen

Prompt 4: Der perfekte Pitch

Prompt: "Du bist ein erfahrener PR-Berater. Erstelle eine personalisierte E-Mail an [JOURNALIST/REDAKTEUR] von [MEDIUM]. Thema: [STORY-ANGLE]. Betreff: maximal 8 Wörter. E-Mail: 150 Wörter, direkter Einstieg mit dem Nachrichtenwert, keine Floskeln. Füge drei konkrete Fakten hinzu, die den Story-Wert unterstreichen."

Prompt 5: Follow-up ohne Nerven

Prompt: "Erstelle eine höfliche Follow-up-E-Mail für einen Pitch von vor einer Woche. Thema war [ORIGINAL-THEMA]. Biete einen neuen Angle: [AKTUELLE ENTWICKLUNG/ZUSATZINFO]. Länge: 100 Wörter. Ton: professionell respektvoll, nicht aufdringlich."

Prompt 6: Beziehungsaufbau-Strategie

Prompt: "Entwickle eine 6-monatige Kommunikationsstrategie für die Beziehung zu [ZIELMEDIUM]. Berücksichtige deren redaktionelle Schwerpunkte: [THEMENBEREICHE]. Erstelle einen Themenkalender mit monatlichen Story-Ideen, die echten Mehrwert bieten, nicht nur PR sind."

„Nachhaltige Media Relations entstehen durch langfristige Planung und echten Mehrwert – sechs Monate vorausdenken statt spontane Pitches versenden."

Krisenkommunikation: Wenn es brennt

Prompt 7: Das erste Statement

Prompt: "Du bist Krisenberater. Situation: [KRISENSZENARIO]. Erstelle ein erstes offizielles Statement (150 Wörter), das: Verantwortung übernimmt ohne Schuldzuweisung, konkrete nächste Schritte nennt, Vertrauen zurückgewinnt. Vermeide Phrasen wie 'bedauern zutiefst' oder 'nehmen sehr ernst'."

Prompt 8: Die schwierige Medienanfrage

Prompt: "Ein Journalist fragt kritisch nach: [KONKRETE FRAGE]. Erstelle eine Antwort, die: transparent ist, keine Ausflüchte macht, konstruktiv wirkt. Format: 3-4 Sätze, die zitierbar sind. Vermeide 'No Comment' und Juristensprache."

Prompt 9: Interne Krisenkommunikation

Prompt: "Erstelle eine interne Mitteilung an alle Mitarbeiter zur aktuellen Situation: [KRISE]. Ziel: Information vor Gerüchten, Handlungsanweisungen für Mitarbeiterkontakte mit Medien/Kunden, Vertrauen in das Management. Länge: 200 Wörter, Ton: ehrlich und zuversichtlich."

„Effektive Krisenkommunikation vermeidet Phrasen-Dressing und setzt auf konkrete Schritte – Transparenz und Handlungsfähigkeit schaffen Vertrauen zurück."

Content-Strategien: Mehr als nur Text

Prompt 10: Der Strategic Content Plan

Prompt: "Entwickle eine 3-Monats-Content-Strategie für [UNTERNEHMEN/PERSON] zum Thema [KERNGEBIET]. Zielgruppe: [SPEZIFISCHE BESCHREIBUNG]. Erstelle: 12 Content-Ideen, 3 verschiedene Formate (Artikel, Video, Studie), Content-Kalender mit optimalen Veröffentlichungszeiten."

Prompt 11: Thought Leadership positionieren

Prompt: "Du bist PR-Strategin für C-Level. [CEO-NAME] soll als Thought Leader zu [FACHTHEMA] positioniert werden. Entwickle 5 kontroverse, aber fundierte Thesen, die Diskussionen auslösen. Jede These: 1 Satz + 3 Argumente. Zielgruppe: [BRANCHENPROFIS]."

Prompt 12: LinkedIn-Content für Executives

Prompt: "Erstelle einen LinkedIn-Post für [CEO/EXECUTIVE] zum Thema [AKTUELLES BRANCHENTHEMA]. Länge: 150-200 Wörter. Struktur: steile These am Anfang, persönliche Erfahrung, Schlussfolgerung mit Call-to-Action. Vermeide Business-Bingo und Emoji-Inflation."

Mehr zur strategischen LinkedIn-Nutzung für Führungskräfte finden Sie in unserem Leitfaden für CEO Personal Branding auf LinkedIn.

„Strategischer Content kombiniert kontroverse Thesen mit persönlichen Erfahrungen – Thought Leadership entsteht durch Positionierung, nicht durch Selbstlob."

Storytelling: Fakten in Geschichten verwandeln

Prompt 13: Die Human Story finden

Prompt: "Analysiere diese Unternehmensnews: [FAKTEN]. Finde die menschliche Geschichte dahinter. Wer ist von der Veränderung betroffen? Welche persönlichen Herausforderungen wurden gelöst? Erstelle drei verschiedene Story-Angles für verschiedene Medientypen."

Prompt 14: Zahlen zum Leben erwecken

Prompt: "Wir haben diese Geschäftszahlen: [DATEN/STATISTIKEN]. Verwandle sie in verständliche Vergleiche und Metaphern, die auch Nicht-Experten verstehen. Erstelle 5 verschiedene Darstellungsformen: von technisch-präzise bis bildlich-verständlich."

Prompt 15: Der Case Study Aufbau

Prompt: "Erstelle eine fesselnde Case Study über [PROJEKT/ERFOLG]. Struktur: Herausforderung (Problem definieren), Lösungsansatz (Vorgehen erklären), Ergebnisse (konkrete Zahlen), Learnings (übertragbare Erkenntnisse). Jeder Abschnitt: 100-150 Wörter."

„Überzeugendes Storytelling verwandelt abstrakte Zahlen in greifbare Geschichten – der menschliche Faktor macht aus Daten echte Nachrichten."

Monitoring und Analyse: KI als Co-Analyst

Prompt 16: Sentiment-Analyse interpretieren

Prompt: "Analysiere diese Social Media Mentions über unser Unternehmen: [DATEN/SCREENSHOTS]. Bewerte: Hauptkritikpunkte, positive Trends, einflussreichste Stimmen, Handlungsempfehlungen für PR-Strategie. Priorisiere nach Relevanz und Reichweite."

Prompt 17: Competitive Intelligence

Prompt: "Vergleiche die PR-Strategie von [UNSER UNTERNEHMEN] mit [HAUPTKONKURRENT] basierend auf deren öffentlicher Kommunikation der letzten 3 Monate. Analysiere: Hauptbotschaften, Medienresonanz, Content-Strategie. Identifiziere Lücken und Chancen für uns."

Prompt 18: Medienanalyse strukturieren

Prompt: "Erstelle einen wöchentlichen Medienspiegel für [THEMENBEREICH]. Struktur: Top-Stories (mit Relevanz für uns), neue Trends, wichtige Journalisten-Statements, Chancen für proaktive Kommunikation. Format: Executive Summary in 200 Wörtern."

„Systematisches Monitoring kombiniert Sentiment-Analyse mit Competitive Intelligence – aus Datenmengen werden strategische Handlungsempfehlungen."

Event- und Livekommunikation

Prompt 19: Die perfekte Keynote-Outline

Prompt: "Erstelle eine 20-minütige Keynote-Struktur für [SPRECHER] zum Thema [TOPIC] vor [ZIELGRUPPE]. Aufbau: Aufmerksamkeits-Hook (60 Sekunden), 3 Kernpunkte mit je einem Praxisbeispiel, Call-to-Action. Integriere aktuelle Trends: [RELEVANTE ENTWICKLUNGEN]."

Prompt 20: Social Media Live-Strategie

Prompt: "Entwickle eine Real-Time Social Media Strategie für [EVENT-NAME]. Erstelle: 10 vorformulierte Posts für verschiedene Event-Phasen, 5 Hashtag-Sets, Response-Templates für häufige Fragen/Kommentare. Berücksichtige: [HAUPTZIELGRUPPE] und [KEY-MESSAGES]."

„Erfolgreiche Event-Kommunikation plant Real-Time-Inhalte im Voraus – spontane Wirkung entsteht durch strukturierte Vorbereitung."

KI-Integration in den PR-Workflow

Diese Prompts sind nur der Anfang. Erfolgreiche Kommunikationsprofis entwickeln eigene Prompt-Bibliotheken und passen sie kontinuierlich an. Drei Erfolgsprinzipien:

1. Spezifität schlägt Allgemeinheit: Je präziser Ihr Prompt, desto besser das Ergebnis. "Schreibe einen Text" vs. "Erstelle einen 250-Wort-Artikel für IT-Entscheider über Cybersecurity-Trends."

2. Iteration ist der Schlüssel: Nutzen Sie die Antwort als Ausgangspunkt. "Überarbeite den Text mit Fokus auf [SPEZIFISCHER ASPEKT]" bringt oft bessere Ergebnisse als ein perfekter erster Prompt.

3. Menschliche Kontrolle: KI erstellt Rohdiamanten, keine Juwelen. Ihre Expertise macht den Unterschied zwischen generischem Content und strategischer Kommunikation.

Mehr zur strategischen Integration von KI in die PR-Arbeit erfahren Sie in unserem umfassenden Guide zu ChatGPT-Anwendungen in der Kommunikation.

„Erfolgreiche KI-Integration in PR-Workflows kombiniert präzise Prompts mit iterativer Verbesserung – die menschliche Expertise bleibt der entscheidende Qualitätsfaktor."

Der Realitätscheck: Was KI nicht kann

Bei aller Begeisterung: KI-Prompts ersetzen nicht Ihr strategisches Denken. ChatGPT kennt keine internen Unternehmensdynamiken, hat kein Gefühl für politische Sensibilitäten und kann keine echten Beziehungen zu Journalisten aufbauen.

Die Prompts funktionieren als Beschleuniger und Qualitäts-Booster – aber die strategische Einordnung bleibt bei Ihnen. Ein perfekt formulierter Text zur falschen Zeit an die falsche Zielgruppe bleibt schlechte PR.

„KI-Tools beschleunigen und verbessern PR-Arbeit, ersetzen aber nicht strategisches Denken – die richtige Botschaft zur richtigen Zeit bleibt menschliche Expertise."

Vom Prompt zur Strategie

Die besten Kommunikationsprofis nutzen KI nicht als Ersatz für ihr Denken, sondern als Verstärker ihrer Expertise. Sie entwickeln eigene Prompt-Frameworks, testen kontinuierlich neue Ansätze und bleiben dabei strategisch fokussiert.

Wer heute noch "KI kann das nicht" sagt, wird morgen von denen überholt, die bereits heute lernen, wie man KI-Tools effektiv für strategische Kommunikation einsetzt. Die Frage ist nicht ob, sondern wie schnell Sie den Anschluss finden.

Starten Sie heute: Nehmen Sie drei Ihrer wiederkehrenden PR-Aufgaben und entwickeln Sie spezifische Prompts dafür. Testen, iterieren, verbessern. In drei Monaten werden Sie nicht mehr ohne wollen.

„Der Übergang von einzelnen Prompts zur strategischen KI-Nutzung gelingt durch kontinuierliches Testen und eigene Prompt-Entwicklung – wer heute anfängt, hat morgen den Vorsprung."

FAQ: KI-Prompts für PR in der Praxis

Wie lange dauert es, bis ich gute KI-Prompts für PR entwickeln kann?

Ich habe in meiner Praxis festgestellt, dass die ersten brauchbaren Ergebnisse nach etwa einer Woche regelmäßiger Anwendung kommen. Nach einem Monat entwickeln Sie ein Gefühl für die richtigen Formulierungen. Mein Tipp: Beginnen Sie mit den drei häufigsten Aufgaben in Ihrem Arbeitsalltag und perfektionieren Sie diese Prompts zuerst.

Welche PR-Aufgaben eignen sich am besten für KI-Prompts?

Ich nutze KI hauptsächlich für strukturierte Texte: Pressemitteilungen, Social Media Posts, erste Entwürfe für Pitch-Mails und Analysen. Besonders effektiv ist die KI bei repetitiven Aufgaben wie dem Erstellen verschiedener Versionen einer PM für verschiedene Medientypen. Strategische Entscheidungen und Beziehungsaufbau bleiben weiterhin meine Kernaufgaben.

Wie erkenne ich, ob ein KI-generierter Text journalistischen Standards entspricht?

Ich prüfe jeden KI-Text nach drei Kriterien: Ist die wichtigste Information im ersten Absatz? Sind alle W-Fragen beantwortet? Würde ich diesen Text als Journalist verwenden? Zusätzlich lasse ich die KI den Text selbst bewerten mit dem Prompt: "Bewerte diesen Text aus Sicht eines Wirtschaftsjournalisten auf Nachrichtenwert und Relevanz."

Was sind die häufigsten Fehler bei PR-Prompts?

Der größte Fehler ist zu vage zu bleiben. "Schreibe eine PM" führt zu generischem Content. Ich sehe auch oft, dass Kollegen vergessen, die Zielgruppe zu spezifizieren oder den gewünschten Ton anzugeben. Ein weiterer Fehler: Das erste Ergebnis als final zu betrachten. Ich iteriere immer mindestens einmal mit spezifischeren Nachfragen.

Wie stelle ich sicher, dass KI-generierte Inhalte authentisch klingen?

Ich füge immer spezifische Details aus dem Unternehmen oder persönliche Erfahrungen hinzu. Die KI liefert das Grundgerüst, ich ergänze die menschlichen Elemente. Besonders bei CEO-Kommunikation integriere ich deren typische Sprachmuster und verwende Beispiele aus deren Arbeitsalltag. Authentizität entsteht durch diese persönlichen Ergänzungen.

Christian Bölling

Christian Bölling

PR-Experte und Gründer von Heldenmood

Gründer von Heldenmood, davor Head of Corporate Communications bei einem der größten Händler Europas. Stehe für zeitgemäße PR.

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